Sonntag, April 28, 2019

Einen Schritt nach dem anderen und dann einen Moment innehalten | 1






Auch wenn ich es mit selbst nicht eingestehen möchte, so ist die Zeit mit Kind manchmal dann doch sehr zehrend. Man schafft nicht so viel nebenher. Und vor allem nicht hintereinander weg. 
Vieles bleibt liegen. Oder muss aufgeteilt erledigt werden. 
Vieles, was man vorher gemacht hat, ist in der Weise nicht mehr möglich. Oder man muss umdisponieren. Prioritäten setzen und verschieben. Man muss sich für bestimmte Hobbys und Aufgaben direkt Zeit einplanen.
Blogeinträge beispielsweise wollte ich seit Wochen wieder verfassen...
Doch seien wir mal ehrlich: Wenn ich nach 12 Stunden Kinderbetreuung endlich mal ein paar Minuten für mich habe, steht mir der Sinn nach einem Bad. Oder auf der Couch zu liegen und eine Serie zu sehen. Oder mit dem liebsten Mann zu reden und zu kuscheln.
Aber wohl kaum, mich an den Rechner zu setzen, Fotos heraus zu suchen, einen Blogeintrag zu beginnen und mir einen Text zu überlegen. So einen richtig guten Text. Mit viel Inhalt bitte. Sodass man auch einen Mehrwert daraus ziehen kann. (Ja, so ist der Anspruch).

Na gut. 
Heute ist aber der Tag. 
Heute wird ein Eintrag verfasst! 
(Wenn ihr wüsstet, wie oft ich schon hier saß vor diesem einem Eintrag, ihr würdet lachen!)


 


Okay, ich habe mich also von der Couch fortbewegt. 
Schritt Nummer 1 war also schon mal erfolgreich.(Selbstmotivation klappt gerade auf jeden Fall!)
Schritt 2: ich schalte den Rechner ein. Check. Rechner ist an.
Schritt 3:

⁃ Moment. Das Kind schreit und verlangt nach Mama.




Okay. Zehn Minuten später komme ich schlaftrunken aus dem abgedunkelten Raum. 
Zweimal selbst weggenickt.
Mal ehrlich: wer kann denn auch minutenlang in einem dunklen Raum liegen, ohne dabei selbst die Augen zu schließen?

Na gut. Jetzt bloß nicht auf die Couch gehen. Dann geht dein Plan eines Blogeintrags heute wieder flöten. Also zurück an den Rechner. 
Augen erstmal reiben. Wo war ich? Was wollte ich hier gleich?
Es scheint als hätte ich meine Gedanken und Ideen gleich mit zum Kind ins Bett gelegt. Dort schlafen sie nun friedlich. 
 Der Rechner brummt die ganze Zeit schon selbstgefällig vor sich hin. 


 
 


Gut. Nochmal bitte zusammenreißen. Wo waren wir? Ah ja. Schritt 3: Fotos zusammensammeln.
Das dauert ja schon mal eine ganze Weile. Jetzt bloß hoffen, dass das Kind auch weiterhin Ruhe gibt.




Schritt 3 ist geschafft. Check.
Schritt 4: ausgesuchte Bilder komprimieren und in eine Reihenfolge bringen. Check.
Jetzt "nur noch" einen Text überlegen.

⁃ Kind schreit wieder.





Hey, da bin ich wieder!


 


Mittlerweile ist es nun auch schon gleich um 22.00 Uhr. Das ist als Mama ja quasi Mitternacht.
Hm. Also der Mann verabschiedet sich schon mal und geht schlafen.
Gehe ich mit? Eigentlich fallen wir ja auch schon die Augen zu.
Vielleicht mache ich ja doch morgen am Eintrag weiter und lasse mich einfach und genüsslich ins Bett fallen? 
Denn auch die Nächte sind ja keine wahre Erholung, wenn das Kind aller zwei bis drei Stunden schreit..


 
 


Okay. Schweinehund, heute hast du mich besiegt, aber morgen wird´s bestimmt anders. Ganz bestimmt.
 Also lieber jetzt zwei Stunden schlafen und morgen weiterarbeiten...



[to be continued]



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