Sonntag, März 12, 2017

Selbstportrait | Zwischen Schwaz und Weiß liegt Grau


Gedankenkarussell.
Ungeordnete, wirre Worte zum Morgen.
Zum Nachdenken.



Die Kante zwischen Licht und Schatten ist nicht immer klar zu definieren. Dunkelheit und Helligkeit können näher beieinander liegen, als du denkst. Nicht alles ist Schwarz und Weiß. Nicht alles strukturierbar. Nicht alles so leicht nach Gut und Böse zu unterscheiden.
Dieses Konstrukt von Richtig und Falsch, Hell und Dunkel kommt mir an manchen Tagen wahnwitzig vor.

Ich will damit sagen: Jeder hat beide Seiten in sich. Hell und Dunkel. Aber wir alle bestehen auch aus den ganzen, vielen Facetten dazwischen. Zwischen Schwaz und Weiß liegt Grau.

Nun, heute habe ich schwarze Gedanken. Morgen vielleicht wieder weiße oder rosarote Träume. Oder aber das Zwischending. Es muss nicht immer himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt sein. Manchmal reicht auch einfach ein mittelmäßiges
Okay.




Die Fotos entstanden im letzten Sommer.

Freitag, März 10, 2017

Portrait | Zwillingsshooting Maria & Tabea


Maria und Tabea kenne ich noch aus Schulzeiten. Wir lernten uns damals im Skilager in der siebten Klasse kennen, bei dem ihre und meine Schule sich jährlich zusammenschlossen und gemeinsam in die Berge fuhren. 
Schon damals vor zehn Jahren faszinierten mich die Beiden. So wunderschöne Mädchen! - und dann gleich noch im Doppelpack. Ich konnte es nicht fassen, welche Wirkung sie auf mich hatten. Ich musste sie ständig ansehen und zwang mich dazu, es unauffällig und nicht zu oft zu machen. Ich hatte immer Angst, dass sie mich dabei entdecken und mich komisch finden würden. Ehrlich gesagt war ich auch ein bisschen neidisch auf die Zwei. Weil sie so cool wirkten, so hübsch waren. Doch nicht nur aufgrund ihrer Ausstrahlung. Auch darauf, immer seine Vertraute an der Seite zu haben. Immer ein bisschen Familie um sich zu wissen. 
Ich erinnere mich noch, wie ich mir dachte, die Zwei müssten sehr eingebildet sein, so schön wie sie sind. Doch ich irrte mich. Sie waren mir so sympathisch, als ich mich mit beiden unterhielt. Und meine Eifersucht und mein Unmut waren wie weggeblasen. 




Zwillinge faszinieren mich schon seit Kinder- und Jugendzeiten. 

Die Beziehung zu Geschwisterkindern ist an sich schon etwas ganz besonderes: Man wächst mit ihnen auf, man streitet sich, man lacht zusammen, schmiedet Pläne, versucht sich gegenseitig zu überlisten und buhlt zweifelsfrei auch um die Aufmerksamkeit der Eltern. Eine Geschwisterbeziehung ist geprägt von vielen Gefühlen. Starken Gefühlen. Sie ist oft zwiespältig und je nach Alter und Lebensphase verändern sie sich auch zueinander. Sie ist ein unaufhörliches Band. Oftmals ist sie die längste Bindung, die man mit irgendeinem anderen Menschen eingeht. Das macht sie so speziell und einzigartig.

Zwillingspärchen sind ein so inspirierender und fesselnder Punkt für mich, weil ich dieses Band nochmals stärker ausgereift sehe, als in irgendeiner anderen Beziehung. 




Vor einigen Wochen schrieb ich Tabea und Maria an, weil ich ein Zwillingspärchen suchte, welches sich vor meine Kamera wagen würde. Ich wollte versuchen, die Emotionen und das Band von Zwillingen auf Fotos zu übertragen. Beide waren von der Idee sehr angetan. 
So trafen wir uns 7.30 Uhr an einem Samstagmorgen im Februar. Eigentlich plante ich den Sonnenaufgang fotografisch einzufangen. Jedoch war der Himmel wolkenverhangen und trüb. Anfangs ärgerte ich mich darüber, dass es an diesem Tag solchen Nieselregen gab, obwohl es die Tage zuvor stets sonnig waren. Als ich jedoch an der Location ankam und die tollen Farben erkannte, die sich trotz oder gerade aufgrund des verhangenen Wetters zeigten, waren alle Ärgernisse vergessen. 

Ich bin sehr froh, dass wir unser Fotoshooting und die Idee umsetzen konnten und ich hatte große Freude mit diesen schönen Mädchen vor der Kamera.










Vielen Dank, ihr Zwei, für diesen wunderbaren Vormittag ♥


Montag, Februar 20, 2017

Landschaftfotografie | Dresdner Elbwiesen im Winter


Als es im Januar schneite, zogen Richard und ich los, um einige Langzeitbelichtungen der wunderschönen Schneelandschaft aufzunehmen.
Wir besuchten erneut unsere geliebten Dresdner Elbwiesen und die Elbschlösser. 
Menschen liefen an uns vorbei und schauten neugierig auf das aufgebaute Stativ und die Kamera. Einige sahen sehr verwundert aus, während wir wartend von einem Bein auf das Andere stampften und in unsere gefrorenen Hände hauchten. Als dann nach Sekunden das Ergebnis auf der Kamera zu sehen war, beugten wir uns schnell herunter und begutachteten das entstandene Bild. Unzählige Male wiederholten wir diesen Vorgang, da wir noch nicht hundertprozentig mit unseren Fotos zufrieden waren. Zum Ende hin ärgerten wir uns über uns selbst und über unseren Anspruch an schöne Bilder. Denn nach über einer Stunde in der Kälte wurde es für uns dann doch ziemlich unerträglich. "Noch ein Bild und dann gehen wir" hörten wir uns beide bestimmt zehn Mal sagen.

Wir begannen nachmittags mit dem Fotografieren, als gerade eine leichte Dämmerung einsetzte.  
Je dunkler es wurde, umso schöner verfärbte sich der Himmel von den Lichtern der Stadt und bekam einen wunderbar zarten, rosa Schein. 
Als die blaue Stunde vorüber war, machten wir uns durch den Waldpark wieder auf dem Heimweg - Glücklich über die schönen Aufnahmen, die nun unsere Bilderreihe von Dresden fortsetzen. 


Die drei Elbschlösser.

Nice to know:
Links befindet sich das Schloss Albrechtsberg, mittig das Lingnerschloss und rechts Schloss Eckbert.
Sie befinden sich auf der Anhöhe am rechten Elbufer. Vom Dresdner Stadtzentrum sind sie ca. drei Kilometer entfernt, nicht weit von unserem geliebten „Blauen Wunder“. 
Die Schlösser umgeben Parkanlagen im englischen Stil. Teilweise werden die Terassen an der Elbseite auch für den Weinanbau genutzt. Interessant finde ich auch, dass die Parks von Schloss Albrechtsberg und Lingnerschloss zusammen eine Einheit bilden.

Lingnerschloss
Schloss Eckbert
Schloss Albrechtsberg
Elbhänge
Blaues Wunder